Boulder detection

Anwendung hydro-akustischer Methoden zur Detektion von Findlingen und Gesteinsobjekten im Meeresboden für die Planung von Offshore-Windparks und Kabeltrassen

Auftraggeber: BMWi
Partner: Universität Bremen, Fraunhofer ITWM, Industrie-Arbeitskreis (Bundesamt für Seeschiffhart und Hydrografie (BSH), Geo-Engineering.org GmbH, G-tec S.A., Innogy SE, Seaway Heavy Lifting, Siem Offshore A/S, Vattenfall A/S)
Laufzeit: 12/2016 – 11/2019

 

 

Ziel des Forschungsprojektes ist, schiffsbasierte geophysikalische Methoden zur Detektion von Findlingen und Gesteinsobjekten im Meeresboden zu entwickeln. Anders als explosive Kampfmittelrückstände können die Gesteinsobjekte nicht magnetisch detektiert werden. Auch Gravimetrie und elektrische Methoden stoßen bei diesen Anwendungen an ihre Grenzen - daher kommen im Projekt hydro-akustische Methoden zur Anwendung.

Methodisch werden zwei Herangehensweisen untersucht: zum einen wird das Vorkommen von Findlingen mithilfe von Diffraktions-Imaging-Algorithmen bei der Datenerhebung ermittelt; geeignete Techniken sollen entwickelt und in seismische Software integriert werden. Zum anderen wird ein neues Verfahren der Datenerhebung eingesetzt, das speziell auf die Detektion von sedimentbedeckten Objekten zugeschnitten ist (Beamforming).

Beide Verfahren werden von Untersuchungen und numerischen Simulationen begleitet, um die Potenziale und Einschränkungen seismischer Messungen für die Findlingsdetektion zu ermitteln. Es wird erforscht, welche Aussagen sie über Größe und Position von Findlingen liefern, und wie Rückschlüsse auf Basis der Daten weiter verbessert werden können. Es kommen verschiedene seismo-akustische Techniken zum Einsatz: Verfahren mit hochfrequente Anregungen für die Untersuchung oberflächennaher Schichten, 2D-Seismik und 3D-Seismik. Den In-situ Praxis-Test für diese Verfahren stellen systematische Untersuchungen in Offshore-Testgebieten dar.

Ziel des Projektes ist die Erweiterung der geophysikalischen Vorerkundung für die Offshore-Windparkentwicklung um den Punkt Findlingsdetektion. Auf Grundlage dieser Informationen soll zum einen das Vermeiden von Risikogebieten in der Windparkplanung (betrifft die Lokation der OWEA mit ihren Gründungsstrukturen) und Kabeltrassen-Planung möglich werden, und zum anderen können frühzeitig Installationsgerätschaften gewählt werden, die auf die Baugrund-Verhältnisse im Planungsgebiet genau abgestimmt sind.

 

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